Varizen sind so häufig, dass man von einer Volkskrankheit spricht. Oft treten sie als primäre Varikosis meistens ohne Beschwerden, aber kosmetisch störend, an den Beinen auf.
Selten ist die sekundäre Varizenbildung Ausdruck eines Umgehungskreislaufs, den der Organismus notwendig braucht. Diese dürfen nicht beseitigt werden.
Die dritte Gruppe von Varizen entstehen als Folge einer Insuffizienz der tiefen Venen nach einer Thrombose.

Therapie:

1. Ein Kompressionsverband mit elastischen Kurzzugbinden oder Kompressionsstrümpfen die vom Patienten morgens vor dem Aufstehen angelegt und den ganzen Tag über getragen werden müssen

2.Veröden der Venen.
Diese darf nur erfolgen, wenn die Durchgängigkeit der tiefen Venen nachgewiesen ist.

Besenreiserveröden:
Als Besenreiser bezeichnet man kleine bläulich-rote Erweiterungen von Hautvenen an den Beinen. Das Prinzip des Verödens besteht darin, dass durch Einspritzen einer Flüssigkeit (Aethoxysklerol 0,5 – 1 %) in die erweiterte Vene eine Reizung der Venenwand verursacht wird. Diese führt dann zum Verschluß des Gefäßes.
Diese Behandlung ist ambulant durchführbar . Nach der Behandlung soll das behandelte Bein 3 Tage mit einer elastischen Binde eingewickelt sein.
Die Nachteile des Verödens ist leichtes Brennen bei der Injektion. Gelegentlich kommt es auch durch die Verödung zur Ausbildung kleiner Blutergüsse oder einer milden Venenentzündung, was aber nicht gefährlich ist. Manchmal entstehen auch bräunliche Flecken, die aber in einigen Wochen wieder verblassen.

3. Operative Behandlung der Venen in einer spezialisierten Klinik.